Was du nach diesem Modul kannst
- Du verstehst Spannung, Strom und Widerstand und kannst Ohms Gesetz (U = R · I) anwenden.
- Du baust eine LED-Schaltung mit korrekt berechnetem Vorwiderstand selbst auf.
- Du erkennst die häufigsten Bauteile (Widerstand, Diode, Transistor, IC) und ihre Funktion.
- Du programmierst einen Arduino — von Blink bis Sensor-Auslesen.
- Du weisst, wann ein Raspberry Pi statt eines Arduino sinnvoll ist (und umgekehrt).
Was ist Elektronik eigentlich?
Elektronik ist die Kunst, winzige geladene Teilchen — sogenannte Elektronen — so durch Bauteile zu lenken, dass etwas Sinnvolles passiert: eine LED leuchtet, ein Motor dreht sich, ein Display zeigt Text. Hinter jeder Smartwatch, jedem Game-Controller und jedem E-Auto stecken im Grunde dieselben Grundregeln.
In diesem Kurs lernst du die drei Bausteine, die dir erlauben, fast alles zu bauen, was dir einfällt:
- Strom verstehen — Spannung, Stromstärke und Widerstand.
- Bauteile beherrschen — LEDs, Widerstände, Transistoren, Sensoren.
- Mikrocontroller programmieren — Arduino und Raspberry Pi Pico.
Spannung, Strom, Widerstand — das Ohmsche Gesetz
Drei Begriffe musst du für immer im Kopf haben:
- Spannung (U) in Volt (V) — der „Druck”, mit dem Elektronen geschoben werden.
- Stromstärke (I) in Ampere (A) — wie viele Elektronen pro Sekunde fliessen.
- Widerstand (R) in Ohm (Ω) — wie sehr ein Bauteil den Fluss bremst.
Diese drei sind durch eine elegante Formel verbunden:
U = R × I // Spannung = Widerstand mal Strom
Das Wassermodell
Stell dir Strom wie Wasser in einem Schlauch vor:
| Elektrischer Begriff | Wasser-Analogie |
|---|---|
| Spannung (U) — V | Wasserdruck (z. B. Pumpe oder Höhenunterschied) |
| Strom (I) — A | Wassermenge pro Sekunde |
| Widerstand (R) — Ω | Verengung im Schlauch |
| Quelle (Batterie) | Pumpe |
| Verbraucher (LED) | Wassermühle |
Wenn du die Pumpe stärker drehst (mehr Spannung), fliesst mehr Wasser (mehr Strom). Verengst du den Schlauch (mehr Widerstand), fliesst weniger Wasser. Genauso ist es bei Elektrizität.
Beispielrechnung: Vorwiderstand für eine LED
Eine rote LED braucht ca. 2 V und verträgt 20 mA (0,02 A). Du speist sie aus einer 5-V-Quelle. Welcher Widerstand muss vor die LED?
// Spannung, die der Widerstand "verbrauchen" muss:
U_R = 5 V − 2 V = 3 V
// Ohmsches Gesetz nach R aufgelöst:
R = U_R / I = 3 V / 0.02 A = 150 Ω
Du nimmst also einen 150–220 Ω-Widerstand. Faustregel im Hobby: Mit 220 Ω bist du bei 5-V-LEDs immer auf der sicheren Seite.
Die wichtigsten Bauteile
Diese Bauteile triffst du in fast jeder Schaltung. Lerne ihre Symbole und du kannst jeden Schaltplan lesen.
| Bauteil | Was es macht | Typische Werte |
|---|---|---|
| Widerstand | Begrenzt Strom, teilt Spannung. | 10 Ω bis 10 MΩ |
| LED (Leuchtdiode) | Leuchtet, wenn Strom in eine Richtung fliesst. | 1.8–3.3 V, 10–20 mA |
| Kondensator | Speichert kurz Energie, glättet Spannung. | 100 nF – 1000 µF |
| Diode | Lässt Strom nur in eine Richtung durch. | 1N4148, 1N4007 |
| Transistor | Schaltet oder verstärkt Strom (elektronisches Ventil). | BC547, 2N2222, MOSFET IRLZ44N |
| Taster / Button | Schliesst Stromkreis, solange gedrückt. | 12 × 12 mm Standard |
| Schalter | Bleibt in Position (an/aus). | SPDT / DPDT |
| Summer / Buzzer | Erzeugt Töne. | 3–5 V |
Polung — die wichtigste Regel
Manche Bauteile haben ein Plus und Minus. Falsch herum eingebaut, gehen sie kaputt — oder gar nichts passiert.
- LED: langes Bein = Plus (Anode), kurzes Bein = Minus (Kathode, auch abgeflachte Seite).
- Elektrolyt-Kondensator: weisser Streifen markiert Minus.
- Diode: Ring auf dem Gehäuse zeigt zur Kathode.
- Widerstand & Keramikkondensator: keine Polung, beliebig herum.
Sensoren und Aktoren
Sensoren messen die Welt, Aktoren verändern sie. Hier die Klassiker, die in jedem Maker-Kit stecken.
Sensoren
DHT22 / AM2302
Temperatur
Misst Temperatur (−40 bis +80 °C) und Luftfeuchte. Genauer als der DHT11. Anschluss: 1 Datenpin.
PIR HC-SR501
Bewegung
Erkennt Wärme-Änderungen (Mensch / Tier) bis ca. 7 m. Klassiker für Alarmanlagen.
Ultraschall HC-SR04
Distanz
Misst Entfernungen 2 cm – 4 m per Schall-Echo. Präzise und billig.
LDR (Fotowiderstand)
Licht
Ändert seinen Widerstand je nach Helligkeit. Perfekt als Dämmerungsschalter.
BMP280 / BME280
Druck / Höhe
Luftdruck + Temperatur, der BME zusätzlich Luftfeuchte. Ideal für Wetterstationen.
MPU-6050
Beschleunigung
3-Achsen Beschleunigung + Gyroskop. Für Quadrocopter, Wearables, Schritte zählen.
Aktoren
Servomotor SG90
Bewegung
Dreht sich auf einen Winkel zwischen 0 und 180 Grad. Ideal für Roboterarme, Klappen, Türen.
DC-Getriebemotor
Bewegung
Dreht sich kontinuierlich. Mit H-Brücke (L298N) auch rückwärts und mit variabler Geschwindigkeit.
Schrittmotor 28BYJ-48
Präzision
Dreht in winzigen Schritten — perfekt für 3D-Drucker, CNC, Kameras.
Relais-Modul
Schalten
Schaltet hohe Lasten (Lampen, Pumpen) per Mikrocontroller-Signal. Trennt Schwach- von Starkstrom.
Breadboard — dein Spielplatz
Ein Breadboard (Steckbrett) ist eine Plastikplatte voller Löcher, in denen Metallkontakte versteckt sind. Damit kannst du Schaltungen ohne Löten aufbauen und beliebig oft umbauen.
So sind die Kontakte intern verbunden:
- Aussen-Schienen (rot/blau): alle Löcher einer Reihe sind längs verbunden. Hier verteilst du
+5 V(rot) undGND(blau). - Mittel-Felder (a–e und f–j): alle 5 Löcher einer Spalte sind verbunden. Die Mitte (Graben) trennt links und rechts.
Schaltpläne lesen
Ein Schaltplan ist eine „Landkarte” der Schaltung. Wichtigste Symbole:
---= Leitung (Draht)- Zickzack oder Rechteck = Widerstand
- Dreieck mit Strich + zwei Pfeile = LED
- Lange + kurze Linie parallel = Batterie
- Drei Linien nach unten = GND (Masse)
Arduino — dein erster Mikrocontroller
Ein Arduino ist ein kleines Board mit einem Mikrocontroller-Chip, dem du mit Code sagen kannst: „Mach Pin 13 für eine Sekunde an, dann wieder aus.” Es ist der Standard-Einstieg für Maker weltweit.
Welches Board für den Anfang?
| Board | Chip | Speicher | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| UNO R4 WiFi | Renesas RA4M1 (Cortex-M4 @ 48 MHz) + ESP32-S3 | 256 kB Flash, 32 kB SRAM | WLAN, Bluetooth, 12 × 8 LED-Matrix onboard, USB-C |
| UNO R4 Minima | Renesas RA4M1 @ 48 MHz | 256 kB Flash, 32 kB SRAM | günstiger, kein WLAN |
| Nano | ATmega328P @ 16 MHz | 32 kB Flash, 2 kB SRAM | Mini-Format fürs Steckbrett |
| Nano ESP32 | ESP32-S3 @ 240 MHz | 16 MB Flash, 512 kB SRAM | WLAN + viel Power, klein |
Empfehlung 2026 für Einsteiger: Arduino UNO R4 WiFi. Robust, gut dokumentiert, hat WLAN und die LED-Matrix als Spielerei.
Pinout — was ist GPIO?
GPIO heisst General Purpose Input/Output. Jeder Pin kann entweder lesen (Input, z. B. Taster) oder schreiben (Output, z. B. LED).
- Digital (D0–D13): kennen nur HIGH (5 V) oder LOW (0 V).
- Analog (A0–A5): lesen Spannungen zwischen 0 und 5 V als Wert 0–1023.
- PWM (Pulse Width Modulation): Pins mit
~simulieren analoge Ausgänge per schnellem Ein-/Aus-Schalten — so dimmst du LEDs. - Power:
5V,3V3,GND,VIN.
Hello World: LED blinken
Der Klassiker. Die eingebaute LED an Pin 13 blinkt im Sekundentakt:
// Blink — die LED an Pin 13 blinken lassen
const int ledPin = 13;
void setup() {
pinMode(ledPin, OUTPUT); // Pin als Ausgang setzen
}
void loop() {
digitalWrite(ledPin, HIGH); // LED an
delay(1000); // 1 Sekunde warten
digitalWrite(ledPin, LOW); // LED aus
delay(1000); // 1 Sekunde warten
}
Speichere den Sketch in der Arduino IDE als Blink.ino, wähle dein Board (Werkzeuge »
Board » Arduino UNO R4) und den Port, klicke auf Hochladen. Die kleine LED neben dem
USB-Anschluss blinkt — dein erster funktionierender Mikrocontroller-Code!
Eine externe LED über Taster
// Taster an D2 schaltet LED an D9 (PWM)
const int btnPin = 2;
const int ledPin = 9;
void setup() {
pinMode(btnPin, INPUT_PULLUP); // interner Pullup spart Widerstand
pinMode(ledPin, OUTPUT);
}
void loop() {
int state = digitalRead(btnPin);
if (state == LOW) { // LOW = gedrückt (Pullup)
analogWrite(ledPin, 255); // volle Helligkeit
} else {
analogWrite(ledPin, 20); // gedimmt
}
}
Raspberry Pi — der kleine Computer
Ein Raspberry Pi ist ein vollwertiger Mini-Computer auf Kreditkartengrösse. Er hat USB, HDMI, WLAN, ein Linux-Betriebssystem — und trotzdem GPIO-Pins, mit denen du wie beim Arduino Hardware steuerst.
| Modell | CPU | RAM | Wofür ideal? |
|---|---|---|---|
| Pi 5 | ARM Cortex-A76 4-Kern @ 2.4 GHz | 2 / 4 / 8 / 16 GB | Desktop-Ersatz, KI-Projekte, NAS, Game-Emulator |
| Pi Zero 2 W | ARM Cortex-A53 4-Kern @ 1 GHz | 512 MB | Mini-Projekte, Webcam-Server, IoT, Wearables |
| Pi Pico 2 / 2 W | RP2350 (ARM Cortex-M33 + RISC-V) @ 150 MHz | 520 kB SRAM | Mikrocontroller-Projekte wie Arduino, sehr günstig |
Wichtig: Der Pi Pico ist kein Computer wie die anderen Pis — er ist ein Mikrocontroller (wie Arduino). Er läuft kein Linux, sondern nur ein einzelnes Programm. Dafür kostet er einen Bruchteil und braucht kaum Strom.
Hello World auf dem Pi Pico (MicroPython)
# LED blinken auf dem Pi Pico mit MicroPython
from machine import Pin
from time import sleep
led = Pin("LED", Pin.OUT) # Pico W: onboard LED
while True:
led.on()
sleep(1)
led.off()
sleep(1)
GPIO mit Python auf dem Pi 5
# LED an GPIO 17, Taster an GPIO 27 — mit gpiozero
from gpiozero import LED, Button
from signal import pause
led = LED(17)
btn = Button(27)
btn.when_pressed = led.on
btn.when_released = led.off
pause() # Programm läuft weiter, bis Strg-C
Mikrocontroller vs. Single-Board-Computer
Die wichtigste Entscheidung am Anfang: brauche ich einen Mikrocontroller (MCU) oder einen Single-Board-Computer (SBC)?
| Merkmal | Mikrocontroller (Arduino, Pi Pico) | Single-Board-Computer (Pi 5, Pi Zero 2 W) |
|---|---|---|
| Betriebssystem | Keins — nur dein Programm | Linux (Raspberry Pi OS, Ubuntu) |
| Startzeit | Millisekunden | 20–40 Sekunden |
| Stromverbrauch | 20–200 mA | 0.5–5 W |
| Echtzeit-Steuerung | Sehr genau (Mikrosekunden) | Nicht garantiert |
| Internet, Display, USB-Maus | Begrenzt / mühsam | Eingebaut, einfach |
| KI / Bildverarbeitung | Nein (zu langsam) | Ja, vor allem Pi 5 |
| Sprache | C/C++, MicroPython | Python, JavaScript, alles |
| Preis | 5–30 € | 15–120 € |
Faustregeln
- Du willst nur ein paar LEDs, Sensoren oder Motoren steuern? → Arduino oder Pi Pico.
- Du brauchst Display, Kamera, Internet, KI? → Raspberry Pi 5 oder Zero 2 W.
- Du brauchst beides? → Beide kombinieren: Pi macht das Schwere (Bilderkennung), Pico steuert in Echtzeit Motoren.
Werkzeuge — was du wirklich brauchst
Pflicht-Ausrüstung (unter 100 €)
- Multimeter (ca. 20–40 €): misst Spannung, Strom, Widerstand, Durchgang. Ohne fliegst du blind.
- Breadboard 830 Punkte + 65-teiliges Jumper-Kabel-Set (ca. 10 €).
- Bauteile-Starter-Kit: Widerstände, LEDs, Taster, Kondensatoren (ca. 20 €).
- Seitenschneider + Abisolierzange.
- Lupenleuchte oder helle LED-Lampe.
Nächste Stufe (sobald du löten willst)
- Lötstation mit Temperaturregelung (z. B. Pinecil V2 oder TS101, ca. 60–80 €). Finger weg von 10-€-Lötkolben.
- Bleifreies Lötzinn 0,7–1,0 mm.
- Entlötlitze oder Entlötpumpe für Fehler.
- Helping Hands (3. Hand mit Krokoklemmen).
- Schraubendreher-Set mit Präzisions-Bits (PH00, PH0, Torx).
- Heissluftpistole + Schrumpfschlauch für saubere Verbindungen.
Sicherheit — Finger und Bauteile schützen
Strom & Schaltung
- Niemals direkt 230 V aus der Steckdose in eine Hobby-Schaltung. Nutze Steckernetzteile (5 V, 12 V) oder Batterien.
- Polung prüfen, bevor Strom an: + und − verwechselt = Bauteil tot.
- Kurzschluss vermeiden: nie + direkt mit − verbinden ohne Verbraucher dazwischen. Folge: Funken, heisse Drähte, defekte Batterie.
- Strom-Limits respektieren: Arduino-Pins liefern max. 20 mA (UNO R3) bzw. 8 mA (UNO R4). Mehr Strom → Pin oder Chip kaputt. Für Motoren immer Transistor / Treiber-IC.
- 3.3 V vs. 5 V: ein Raspberry-Pi-GPIO verträgt nur 3.3 V. 5 V vom Arduino direkt anschliessen = Pi tot. Level-Shifter benutzen.
Löten
- Lötkolben heizt auf 320–360 °C. Niemals an der Spitze anfassen.
- Im belüfteten Raum löten — der Rauch ist nicht giftig, aber unangenehm.
- Schutzbrille tragen: heisses Lötzinn kann spritzen.
- Lötkolben immer in den Halter zurücklegen, nie auf den Tisch.
- Nach dem Löten Hände waschen: Lötzinn enthält geringe Mengen Blei oder Flussmittel.
Projektideen für den Start
Theorie ist nichts ohne Projekte. Hier fünf Klassiker, die du in einem Wochenende schaffst:
LED-Cube 4 × 4 × 4
64 LEDs zu einem Würfel verlöten und per Arduino animieren. Du lernst Löten, Multiplexing und 3D-Animation. Bauzeit: 1–2 Wochenenden, ca. 25 €. Schwierigkeit: Mittel.
Wetterstation mit Display
BME280-Sensor + 0.96”-OLED-Display + Arduino oder Pi Pico. Mit dem UNO R4 WiFi sendest du die Daten sogar an Home Assistant. Schwierigkeit: Einfach.
Smart Plant Watering
Bodenfeuchte-Sensor misst, ob die Pflanze Wasser braucht. Eine Pumpe (per Relais) giesst automatisch. Erweiterung: Push-Notification per WLAN. Schwierigkeit: Einfach–Mittel.
RFID-Türschloss
RC522-RFID-Modul liest deine Karte, ein Servo dreht den Riegel. Erweiterung: Master-Karte zum Anlernen, Logging auf SD-Karte. Nur fürs eigene Zimmer! Schwierigkeit: Mittel.
Game-Boy-Klon mit Pi Zero
3D-gedrucktes Gehäuse + Pi Zero 2 W + 3.5”-Display + RetroPie. Spielt klassische Game-Boy-, NES- und SNES-Titel. Der ultimative Show-Off. Schwierigkeit: Hoch.
Software-Setup
Arduino IDE
Die Arduino IDE 2.x ist der Standard-Editor für Arduino-Boards. Kostenlos für
Windows, macOS und Linux unter arduino.cc/en/software.
IDE installieren
Lade das passende Paket von
arduino.cc/en/software.Board anschliessen
Steck dein Board per USB an den Rechner.
Board-Support einrichten
Werkzeuge » Board » „Arduino UNO R4 Boards” installieren (falls noch nicht vorhanden).
Port wählen
Werkzeuge » Port » den richtigen COM/USB auswählen.
Blink hochladen
Datei » Beispiele » 01.Basics » Blink » Hochladen — fertig.
Thonny — die einsteigerfreundliche Python-IDE
Thonny ist die offiziell empfohlene IDE für den Pi Pico mit MicroPython. Kostenlos
auf thonny.org.
- Thonny installieren und starten.
- Pico per USB anschliessen, BOOTSEL gedrückt halten beim Einstecken.
- Unten rechts: Interpreter auf „MicroPython (Raspberry Pi Pico)” umstellen.
- Beim ersten Mal bietet Thonny an, MicroPython zu installieren — „Install” klicken.
Raspberry Pi OS
Für Pi 5 / Zero 2 W brauchst du eine SD-Karte (16 GB+) mit dem Raspberry Pi OS. Der einfachste Weg:
- Raspberry Pi Imager herunterladen (
raspberrypi.com/software). - SD-Karte einstecken, Imager starten.
- Modell wählen, OS wählen („Raspberry Pi OS 64-bit”), SD-Karte wählen.
- Vor dem Schreiben aufs Zahnrad-Symbol klicken: WLAN, Hostname, SSH, Benutzer setzen.
- SD-Karte in den Pi, Strom an, fertig.
Mini-Glossar
Die Begriffe, die in jedem Elektronik-Forum auftauchen — jetzt verstehst du sie:
- ADC
- Analog-Digital-Wandler. Wandelt eine Spannung in eine Zahl um.
- Aktor
- Bauteil, das etwas bewegt: Motor, Servo, Relais, Lautsprecher.
- Bit / Byte
- Kleinste Speichereinheit. 1 Byte = 8 Bit.
- Breadboard
- Steckbrett zum lötfreien Aufbau von Schaltungen.
- Firmware
- Programm, das direkt auf dem Mikrocontroller läuft.
- Flash
- Permanenter Speicher fürs Programm. Bleibt nach dem Ausschalten erhalten.
- GND
- Ground / Masse / Minuspol. Bezugspunkt für alle Spannungen.
- GPIO
- General Purpose Input/Output — frei programmierbarer Pin.
- I²C
- Bus-Protokoll mit nur 2 Leitungen. Bis zu 127 Geräte am gleichen Kabel.
- IDE
- Integrated Development Environment — Editor + Compiler in einem.
- LED
- Light Emitting Diode — leuchtet, wenn Strom in Durchlassrichtung fliesst.
- MCU
- Mikrocontroller-Unit. Chip mit CPU + Speicher + GPIO in einem.
- PWM
- Pulse Width Modulation. Schnelles Ein-/Aus simuliert analoge Werte.
- Pullup / Pulldown
- Widerstand, der einen Pin auf einen definierten Pegel zieht.
- SBC
- Single-Board-Computer. Vollwertiger PC auf einer Platine.
- SPI
- Schnelles Bus-Protokoll mit 4 Leitungen, für Displays und SD-Karten.
- UART
- Klassische serielle Schnittstelle zum Debuggen (TX/RX).
- VCC / V+
- Pluspol der Versorgungsspannung.
Mini-Quiz
5 Fragen · Bestehensgrenze 80 %